Kleine Geschichte Kryptographischer Technologie

Die Kryptographie bezeichnet das Verschlüsseln von Informationen. Sinn ist es den Inhalt einer Nachricht oder ähnlichem nur den Menschen zugängig zu machen die legitimiert sind.

Besonders beim Militär und bei Geheimdiensten ist man stets darauf bedacht möglichst gute und innovative kryptographische Technologien zu entwickeln.

Die Anfänge der Kryptographie liegen bereits im Altertum, wo die alten Ägypter eine Form der Verschlüsselung für ihre religiösen Texte verwendeten, auch im Mittelalter erfreuten sich so genannten Geheimschriften hoher Beliebtheit.

Zwar hat sich das Ziel der Verschlüsselung von Informationen von militärischen oder religiösen Motiven zu solchen des Datenschutzes entwickelt, doch auch heute noch ist man in weiten Teilen auf die Nutzung verschiedener kryptographischer Technologien angewiesen.

Klassische Kryptographie: Vom Altertum bis ins Dritte Reich

Nutzten die Ägypter im dritten Jahrtausend vor Christus Geheimschriften noch zum Verschlüsseln der Inhalte von religiösen Texten, so veränderte sich die Art der Anwendung bereits bis ins Mittelalter hinein dahingehend, dass nun auch der Inhalt wichtiger Dokumente, wie diplomatischer Briefe in Geheimschriften abgefasst wurde.

Die mathematische Kryptographie keimte dann etwa im 16. Jahrhundert wirklich auf. Zur Zeit des Babington-Komplott, das sich unter anderem um den Sturz der protestantischen, englischen Königin Elisabeth I. und die Befreiung von Maria Stewart drehte und in dessen Verlauf ebenso auf Kryptographische Verfahren zurückgegriffen worden war.

Mit der Verbreitung der Telegraphie im 19. Jahrhundert kam es dann zu einer wahren Revolution auf dem Gebiet der Kryptographie. Der neuen Idee zufolge musste das jeweilige Verfahren an sich keiner Geheimhaltung mehr unterliegen, lediglich der Schlüssel musste verborgen bleiben und spielte für die Sicherheit einer Technologie die entscheidende Rolle.

Im Verlauf des zweiten Weltkriegs machte im geheimen die Arbeit an der mathematischen Verschlüsselung große Fortschritte.

Bekannt geworden ist aus jener Zeit die berühmt berüchtigte Enigma der Deutschen, die jedoch schließlich von den Alliierten geknackt werden konnte.

Moderne Kryptographie

Im Jahre 1949 war es vermutlich Claude Shannon, ein amerikanischer Mathematiker, der mit dem Artikel „Communication Theory of Secrecy Systems“ endgültig ein neues Zeitalter in der Kryptographie einläutete. Seine Arbeiten konzentrierten sich auf einen stark mathematischen Ansatz in den kryptographischen Technologien. Die Geheimhaltung des Verfahrens war nun, wie schon lange angedacht, nicht mehr notwendig, im Gegenteil, seither müssen sich die Verfahren dem wissenschaftlichen Diskurs stellen, wodurch sie immer weiter verfeinert und gewissen Ansprüchen angepasst werden können.